Sonntag, 7. April 2019 Premiere; 16.00 Uhr
Freitag, 12. April 2019: Aufführung; 19.30 Uhr
Samstag, 13. April 2019: Dernière; 19.30 Uhr

im Theatersaal Don Bosco, Beromünster

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Zum Stück

Wie soll ich gut sein, wo alles so teuer ist?
Es ist wahrscheinlich wenig erstaunlich, dass Bertolt Brechts Theaterstück «Der gute Mensch von Sezuan» noch während des zweiten Weltkriegs geschrieben und uraufgeführt wurde, zeigt es doch Menschen, die in ihrer Not und ihrem Hunger jegliche Religion, jegliche Sitten vergessen und um das nackte Überleben kämpfen müssen. Damit steht das Stück nicht nur für die armen Menschen im fernen Sezuan, sondern symbolisch für alle, die in ihrer Not andere ausbeuten oder von anderen ausgebeutet werden.

Shen Te verdient als Prostituierte auf den Strassen von Sezuan mehr schlecht als recht ihr Geld. Als nun die Götter auf ihrer Suche nach einem guten Menschen die Stadt besuchen, treffen sie auf ebendiese junge Frau, die als einzige trotz ihres Elends bereit ist, den Göttern ein Lager für die Nacht anzubieten. «Haben wir nicht gesagt, dass alles noch gut werden kann, wenn nur einer sich findet, der diese Welt aushalten kann?» Glücklich, einen guten Menschen gefunden zu haben, verlassen die Götter die Stadt und hinterlassen Shen Te etwas Geld, was ihr erlaubt, sich eine kleine Existenz in Form eines Tabakladens aufzubauen. Alles scheint nun auf einem guten Weg. Doch wer Brecht kennt, der weiss, dass nichts gut ist auf dieser Welt, auch wenn es anders scheinen mag.

Schon bald muss Shen Te um ihren Laden bangen, denn es gibt zu viele Hungrige, Arme, Existenzlose, die sie um Hilfe bitten. «Gut zu sein und doch zu leben, zerriss mich wie ein Blitz in zwei Hälften.» Und in der Tat, nur in der Teilung ihrer Persönlichkeit sieht Shen Te einen Ausweg, um ihr Leben und gar ihr Überleben zu retten.

Tickets

Preis: 20 CHF für Erwachsene, 10 CHF für Jugendliche/Studenten.
Bezahlung in bar an der Abendkasse - auch bei Vorreservierung der Tickets. Bitte Studenten-Ausweis nicht vergessen!

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Mitwirkende

SchauspielerInnen:
Julia Amrein, Leila Atrash, Duygu Ayas, Noah Böbner, Jennifer Bürgin, Luanda da Costa, Livia Erni, Fiona Flury, Selen Görgül, Philomena Hausheer, Salome Hausheer, Carmen Kirchdorfer, Anna Kuhn, Jessica Kunz, Timo Lipp, Teresa Mestre-Sewing, Eva Portmann, Tizian Suter, Aileen Treadwell, Ambra Waldis, Laura Wanner, Ramon Wolf

Regie und Gesamtleitung:
Laetitia Kiener und Luzia Schäfer

Technik:
Joel Jost